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Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie
Deutschland, 2005-2010Regie:
Joachim TschirnerKamera:
Robert Laatz, Jana Marsik, Lars Barthel, Friedo Feindt, Christian Maletzke, Andrè GötzmannSchnitt:
Joachim Tschirner, Burghard DrachselMusik:
Fred KrügerProduktion:
Um Welt Film, November Film, arte, RBB, MDR BJF-Empfehlung:
ab 12 Jahren, FSK: ab 6 (wertvoll)
Stichworte:
Atombedrohung, UmweltLänge:
108 Minuten,
Dokumentarfilm Farbe & s/wYellow Cake wird das gelbe Pulver genannt, zu dem das im Bergbau gewonnene Uranerz verarbeitet wird. Yellow Cake bildet den Ausgangsstoff für die Herstellung von atomaren Brennelementen. Dieser Anfang der nuklearen Kette ähnelt einer Terra incognita. Über dem Uranerzbergbau liegt seit 65 Jahren ein Geflecht aus Geheimhaltung und Desinformation. Weltweit und bis heute. Selbst in den jüngsten Debatten über die Atomkraft spielen die verheerenden Folgen des Uranerzbergbaus keine Rolle.
Deutschland, einst drittgrößter Uranproduzent der Welt, hätte allen Grund zur Sensibilität. Doch die Regierung beschließt im Oktober 2010, die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern. In dieser Zeit der neuen nuklearen Euphorie nimmt der Film den Zuschauer mit auf eine Reise, die von den ehemaligen ostdeutschen Uranprovinzen Thüringen und Sachsen zu den großen Uranminen der Welt in Namibia, Australien und Kanada führt.
Die Atomkatastrophe im März 2011 in Japan bringt die deutsche Regierung endlich zum Umdenken. Dieser Film zeigt, dass atomare Umweltzerstörung nicht erst im Reaktor beginnt.
Auszeichnungen: 1. Preis: Atlantis – Natur- und Umweltfilmfestival Wiesbaden 2010