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Evil

Filmfoto: Evil
Ondskan
Schweden, 2003
Regie: Mikael Håfström
Drehbuch: Hans Gunnarsson und Mikael Håfström, nach dem Roman „Ondskan“ von Jan Guillou
Kamera: Peter Mokrosinski
Musik: Francis Shaw
Darsteller: Andreas Wilson, Linda Zilliacus, Henrik Lundström, Marie Richardson, Johan Rabeus, Kjell Bergqvist
Produktion: Moviola Film & Television
KJF-Empfehlung: ab 14 Jahren, FSK: ab 12
Stichworte: Biografien, Freundschaft, Gewalt, Jugend, Literaturverfilmung, Schule, Widerstand
Länge: 107 Minuten, Spielfilm Farbe dtF

Eine schwedische Internats-Story aus den 50er-Jahren. Weil er einen Mitschüler brutal verprügelte, wurde der 16-jährige Erik von der Schule verwiesen. Das elitäre Internat Stjärnsberg ist Eriks letzte Chance, zum Abitur zugelassen zu werden. Hier trifft er auf arrogante Fieslinge und überhebliche Snobs aus Adelskreisen, die jüngere Schüler mit einem perfiden, von der Lehrerschaft geduldetem System von Unterdrückung und Gewalt beherrschen. Auch Erik wird zur Zielscheibe hinterhältiger Schikane und kann sich nur schwer einem grausamen Machtspiel entziehen. Doch um sein Ziel nicht zu gefährden, steckt Erik alles ein. Irgendwann kommt dann der Punkt, wo er zurückschlagen muss. Aber wie kann er seine Würde bewahren, ohne in die Gewaltspirale gezogen zu werden?

Der Film entstand nach einem autobiografischen Roman des schwedischen Bestseller-Autors Jan Guillou, der durch seine ‘Coq Rouge‘-Agentenkrimis weltweit berühmt wurde. ‘Evil’ wurde als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert und von der Filmkritik zum ‘schwedischen Film des Jahres‘ gekürt.

"Obwohl das Thema seit Jean Vigos ‘Betragen: ungenügend‘ (1932), Francois Truffauts ‘Sie küssten und sie schlugen ihn‘ (1959) sowie unzähliger US-Internats- und Gefängnisfilme in all seinen Schattierungen abgehandelt ist, gelang Mikael Håfström mit ‘Evil‘ ein ungewöhnlich intensiver Film. Hauptdarsteller Andreas Wilson spielt den Rebellen bewusst ohne psychologische Tiefe, einzig gespeist aus einer physischen Präsenz, die an die unbeugsamen Helden des klassischen Hollywoodkinos erinnert, wie sie einst James Dean, Marlon Brando, Paul Newman oder Steve McQueen verkörperten. Die Kamera von Peter Mokrosinski unterstützt die Klarheit und Direktheit durch einfache, wenngleich emotional sehr effektive Bildauflösungen, Kamerafahrten und Teleaufnahmen. Auf den ersten Blick hat "Evil" also alles, was Hollywood-Blockbuster auch haben. Doch die Frische, mit der Håfström das Drama entfaltet und seine Darsteller agieren lässt, macht ‘Evil‘ zu einem sehenswerten Ereignis des europäischen Kinos." (Werner C. Barg, KJF)

 

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