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Filme für Kinder und Jugendliche
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Soul Boy

Filmfoto: Soul Boy

Ein Junge, ein Mädchen. Sieben geheimnisvolle Aufgaben. Eine magische Reise durch Kenia.

Eines Morgens ist Abilas Vater nicht mehr derselbe. "Sie haben mir die Seele weggenommen", sagt er und bleibt matt liegen. Beunruhigt läuft der Junge zur Mutter, doch die winkt ab – zu gerne trinkt der Vater zu viel Alkohol und redet dann wirres Zeug. Eigentlich glaubt auch Abila nicht an die alten Mythen seines Volkes, aber was ist, wenn der Vater diesmal recht hat? Was ist, wenn seine Seele tatsächlich gestohlen wurde? Mit Hilfe seiner Freundin Shiku beginnt er in den verwinkelten Gassen des Kibera - Slums nach der Wahrheit zu forschen. Ihre Suche führt sie in die Hütte einer mysteriösen Geisterfrau, der Nyawawa. Sie stellt Abila sieben rätselhafte Aufgaben. Wenn er diese alle löst, könne er die Seele des Vaters retten.

Dank der Hilfe Shikus und mit Mut, Verstand und ein bisschen Glück, schafft es Abila schließlich die ersten sechs Aufgaben zu meistern.
Wird der Junge auch die letzte und schwierigste Herausforderung schaffen, um die Seele des Vaters zu retten?

Die schönste und schwierigste Aufgabe ist es, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen:
In ihrem Spielfilmdebüt SOUL BOY schickt die kenianisch-ghanaische Regisseurin Hawa Essuman ihren pfiffigen jungen Helden Abi (Samson Odhiambo) auf eine turbulente Reise mitten hinein in die Geheimnisse des Kibera - Slums von Nairobi. Wo Alltagswirklichkeit sich mit mythischen Geschichten und Aberglauben mischt, muss Abi lernen, auf Herz und Verstand zu vertrauen, um die Seele seines Vaters zu retten, indem er ein geheimnisvolles Rätsel mit sieben Aufgaben lösen muss.

Auf Augenhöhe der Kinder in Kibera erzählt SOUL BOY nicht nur ein spannendes und wunderbares Märchen, sondern auch vom Leben in einem der größten Slums Afrikas. Armut, Kriminalität und ethnische Spannungen gehören hier zur Tagesordnung. Vor allem aber zeigt der Film frisch und lebensnah den universellen Willen junger Menschen, ihre Zukunft selbst zu gestalten – und eine grenzüberwindende Freundschaft.

Auf der Leinwand übertreffen sich die beiden herausragenden Hauptdarsteller Samson Odhiambo (Abi) und Leila Dayan Opollo (Shiku) gegenseitig als gewitzte Kämpfernaturen, die sich so leicht nicht unterkriegen lassen.

SOUL BOY entstand aus einer Idee zu einem Film-Workshop der alternativen Produktionsfirma ONE FINE DAY FILMS, mit der sich Marie Steinmann und Tom Tykwer seit Jahren in den Slums von Nairobi, Kenia, an der von der NGO Anno’s Africa organisierten Kunst-Werkstatt „Art Education for Children“ engagieren. Unter der Leitung der Produzenten Marie Steinmann und Tom Tykwer wurde ein Team ansässiger junger Filmemacher zusammengestellt, die SOUL BOY für ein kleines Budget innerhalb weniger Wochen realisierten. Das Drehbuch schrieb der kenianische Autor Billy Kahora, der die Geheimnisse und Mythen des sozialen Mikrokosmos Kiberas in eine moderne und zugleich märchenhaft anmutende Geschichte übersetzte.


Soul Boy
Deutschland , Kenia, 2010
Spielfilm, 60 Minuten, Farbe

Regie: Hawa Essuman (Regie-Supervisor: Tom Tykwer)
Drehbuch: Billy Kahora
Kamera: Christian Almesberger
Schnitt: Ng´ehte Gitungo (Schnitt-Supervisor: Sabine & Guy Smit)
Musik: Xaver von Treyer
Besetzung: Samson Odhiambo, Leila Dayan Opollo, Kryszteen Savane, Frank Kimani u.a.
Produktion: One Fine Day Films, Ginger Inc

BJF-Empfehlung: ab 8 Jahren
FSK: ab 6 freigegeben, FBW: "besonders wertvoll"
Stichworte: Märchen, Armut, Fremde Kulturen
Sprache: Deutsch

Pressezitate:
"Es ist eine ehrliche Geschichte, die ohne Sozialromantik und Kitsch vom ganz normalen und ganz besonderen Leben in Kibera erzählt. Und es ist ein ambitionierter Film, der nicht dabei stehen bleibt, dass er ein paar afrikanische Mythen nacherzählt, sondern der die komplexe, spannungsreiche Alltagswelt der Kenianer aufzeigt, ihr Leben zwischen Tradition und Moderne, zwischen Pragmatismus und Sagenwelten, zwischen Religion und Mythen ganz deutlich macht ..."
Elisabeth Jäcklein-Kreis, merz (medien + erziehung)


FSK: ab 6 freigegeben 8

Entleihen für nichtgewerbliche öffentliche Vorführung (75,- / 40,- € erster Tag ...)

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