Film-Finder:
Filmliste N
Nach fünf im Urwald, Deutschland, 1995
Nacht und Nebel, Frankreich, 1955
Nachtwache, Dänemark, 1994
Napola - Elite für den Führer, Deutschland , 2004
Nenn’ mich einfach Axel, Dänemark, 2002
Die neuen Leiden des jungen W., Bundesrepublik Deutschland, 1975
Neues von Pettersson und Findus, Schweden , 2000 - 2002
Der neunte Tag, Deutschland , 2004
Nie mehr 13!, Norwegen, 1996
Nils Karlsson Däumling, Schweden, 1990
Noi, der Albino, Island/ Dänemark/ Deutschland, 2002
Nomaden der Lüfte, Frankreich/ Deutschland/ Spanien/ Italien, 2001
No Man's Land, Frankreich/ Italien/ Großbritannien/ Belgien/ Slowenien, 2001
Northern Star, Deutschland, 2003
Nur Wolken bewegen die Sterne, Norwegen, 1998
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Nacht und Nebel
Nuit et BrouillardFrankreich, 1955Regie:
Alain ResnaisDrehbuch:
Jean Cayrol (deutsche Bearbeitung: Paul Celan)Kamera:
Ghislain Cloquet, Sacha ViernSchnitt:
Henri ColpiMusik:
Hanns EislerProduktion:
Argos Films, Cocinor BJF-Empfehlung:
ab 14 Jahren, FSK: ab 12 (besonders wertvoll)
Stichworte:
Faschismus, Geschichte, NationalsozialismusLänge:
32 Minuten,
Dokumentarfilm Farbe & s/w dtFTod binnen drei Monaten verhieß die Parole „Nacht und Nebel“ in den Konzentrationslagern der Nazis all jenen Häftlingen, die als besondere Systemgegner eingestuft wurden. Sie verwies auf einen Ausspruch Hitlers, wonach jeder, der sich ihm in den Weg stelle, ohne Spur in Nacht und Nebel untergehen werde.
Als Mahnmal gegen das Vergessen entstand 1955, zehn Jahre nach Befreiung der Konzentrationslager, unter der Regie von Alain Resnais der gleichnamige Film „Nacht und Nebel“. Er nimmt seinen Ausgang in den grün überwucherten Ruinen von Auschwitz und zeigt dann in einem Rückblick das Geschehen in den Todeslagern, die gnadenlose menschenverachtende Präzision der sogenannten „Endlösung“. Dabei verbinden sich einprägsame Bilder mit der Musik Hanns Eislers und der künstlerischen Ausdruckskraft der Schriftsteller Jean Cayrol und Paul Celan (für die deutsche Bearbeitung), die beide den Holocaust überlebten, zu einem Dokument von erbarmungsloser Eindringlichkeit. Diese Qualität und sein Stellenwert als Warnung vor kollektiver Entmenschlichung im Zuge ideologischer Verblendung und politischer Diktatur verleihen dem Film eine zeitlose Aktualität.
Diese Dokumentation, eines der wichtigsten Werke der Filmgeschichte, erscheint nun erstmals in Deutschland als DVD.
Auszeichnungen: Prix Jean Vigo 1956, Grand prix du cinéma français 1956, nominiert für den UN Award der BAFTA, 1961
Film des Schulfilmkanons