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Filme für Kinder und Jugendliche
BJF-Clubfilmothek

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Bab el-Oued City

Filmfoto: Bab el-Oued City

Frühjahr 1989: Algier steht noch unter dem Schock der blutigen Unruhen des vergangenen Oktobers. Der junge Boualem lebt als Bäcker in Bab el-Oued, dem turbulenten historischen Viertel Algiers. Er arbeitet hart in der Nacht und schläft am Tag. Eines Nachmittags wird er durch die Predigt des Imam Rabah geweckt, die ein Lautsprecher direkt vor seinem Haus überträgt. In einem Wutanfall reißt er den Lautsprecher herunter und wirft ihn später ins Meer. Sein Handeln, das ihm im Nachhinein selbst unerklärlich ist, versetzt das ganze Viertel in Aufruhr. Eine Gruppe fundamentalistisch orientierter Jugendlicher, angeführt von Said, sucht nach dem Schuldigen, um ihm eine Lektion zu erteilen ...

BAB EL-OUED CITY beobachtet scharf und mitreißend das Leben junger Leute in Algier - zwischen europäischer Freizügigkeit und dem wiedererstarkten islamischen Fundamentalismus. Der Film eignet sich hervorragend, um junge Leute über diese kulturellen Gegensätze zu informieren.


Bab el-Oued City
Algerien, 1994
Spielfilm, 93 Minuten, Farbe

Regie: Merzak Allouache
Drehbuch: Merzak Allouache
Kamera: Jean-Jacques Mréjen
Musik: Rachid Bahri, Cheb Rabah
Darsteller*innen: Hassan Abdou, Nadia Kaci, Mohamed Ourdache u.a.
Produktion: Les Matin Films, La Sept Cinema, Flash Back Audiovisuel, ZDF, Thelma Film AG

BJF-Empfehlung: ab 16 Jahren
FSK: ab 12 freigegebenFSK: ab 12 freigegeben
Stichworte: Fremde Kulturen, Jugend, Politik, Religion, Integration
Sprache: OmU

Auszeichnungen: Der Film erhielt 1994 den Großen Preis der internationalen Filmkritik beim Filmfestival in Cannes.

Pressezitate:
"Merzak Allouaches Film ist die bewegte Chronik einer Jugend, deren Zukunft durch Wirtschaftskrise und wachsende Intoleranz verdunkelt wird: ein universelles Bild einer ganzen Generation. Die Träume der algerischen Jugend sind die Träume auch der Jugend hier; auch die gesellschaftlichen Mechanismen sind vergleichbar: Hoffnungslosigkeit ist der ideale Nährboden für Fundamentalismus in Algerien wie für den Rechtsextremismus hier."
(Trigon-Film)

"Der Gegensatz von islamischem Fundamentalismus und Kolonialkultur sorgt in Algerien seit Jahren für blutige Konflikte. Das Drama zeigt beispielhaft die Entstehung dieser Spannungen und erhielt dafür 1994 bei den Filmfestspielen in Cannes den Internationalen Kritikerpreis.”
(TV Spielfilm)

"Merzak Allouache ist es meisterhaft gelungen, nicht nur die algerische Jugend zu beschreiben, sondern die generelle Entwicklung der Jugend und ihre Verhaltensweisen in Bilder zu fassen. Dadurch erklärt sich die Universalität dieses Films."
(Tribune de Genève)

"Merzak Allouaches 1994 entstandener Film BAB EL-OUED CITY (...) setzt sich explizit mit der Gewalt des islamischen Fundamentalismus auseinander. Diese Repression wird nicht in ihrer brutalsten Form gezeigt, sondern als ein enormer Binnendruck veranschaulicht, der jeden Andersdenkenden zum Außenseiter stempelt."
(FR 24.8.1996)

"Eine Allegorie über die algerische Zivilisationsgesellschaft, die sich von sozialem Strandgut drangsalieren lässt. Bemerkenswert durch die atmosphärische Dichte, mit der der Film die fremde Lebensordnung einfängt, aber hölzern in der Inszenierung. Fragen nach politischer Verantwortung werden eher abgewiegelt als beantwortet."
(Lexikon des internationalen Films)


Entleihen für nichtgewerbliche öffentliche Vorführung (75,- / 40,- € erster Tag ...)

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