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Filme für Kinder und Jugendliche
BJF-Clubfilmothek

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Angst essen Seele auf

Filmfoto: Angst essen Seele auf

In einem Ausländerlokal trifft die verwitwete Putzfrau Emmi den zwanzig Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali. Aus der Zufallsbekanntschaft entsteht eine tiefe Zuneigung der beiden Außenseiter. Gegen den Willen ihrer erwachsenen Kinder heiratet Emmi schließlich Ali und fährt mit ihm in Urlaub. Als sie zurückkommen, weichen die Ressentiments dem Opportunismus: Der Kaufmann möchte auf seinen Umsatz nicht verzichten, die Nachbarskinder brauchen einen Babysitter und die Mitbewohner haben die Hilfe eines starken Mannes beim Umzug nötig. Sobald die äußeren Schwierigkeiten nachlassen, häufen sich die Probleme jedoch in der Ehe selbst. Ali fühlt sich in seiner Ehre verletzt, als er von Emmi wie ein Schaustück bei ihren zahlreichen Freundinnen vorgezeigt wird, und flieht in die Arme der Kneipenwirtin Barbara. Als Emmi ihn schließlich in der Kneipe findet, bricht Ali zusammen. In der Klinik wird ihm ein Magengeschwür herausoperiert. Der Arzt prognostiziert Emmi, es werde vermutlich immer wieder aufbrechen, weil Gastarbeiter besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt seien. Aber Emmi will sich um Ali kümmern und mit ihm einen Neuanfang wagen.

Die Konflikte in Fassbinders 21. Film ANGST ESSEN SEELE AUF klingen bereits in seinem Frühwerk KATZELMACHER (1969) an. Seine brillante Analyse der Mechanismen sozialer Unterdrückung ist klar durchstrukturiert und publikumswirksam aufbereitet.


Angst essen Seele auf
Bundesrepublik Deutschland, 1972
Spielfilm, 93 Minuten, Farbe

Regie: Rainer Werner Fassbinder
Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder
Kamera: Jürgen Jürges
Darsteller*innen: Brigitte Mira, El Hedi Ben Salem, Barbara Valentin, Irm Hermann, Marquard Bohm, Peter Gaube
Produktion: Tangofilm

BJF-Empfehlung: ab 14 Jahren
FSK: ab 12 freigegebenFSK: ab 12 freigegeben, FBW: "wertvoll"
Stichworte: Ausländische Mitbürger, Frauen, Liebe, Minderheiten, Rassismus
Sprache: Deutsch

Auszeichnungen: Preis der Internationalen Filmkritik, Bundesfilmpreis

Pressezitate:
"Melodram, das mit kühler Brillanz die Missachtung von Minderheiten und die Mechanismen sozialer Unterdrückung analysiert. Zugleich populär und bitter-ironisch erzählend, sucht Fassbinder ein breites Publikum, ohne persönliche Obsessionen zu verleugnen und ohne an kritischer Schärfe zu verlieren.”
(Lexikon des internationalen Films)

"Gnadenlos hält uns Rainer W. Fassbinder zum Thema Ausländerfeindlichkeit und Einsamkeit den Spiegel vor. Sein 18. Film erhielt den Preis der Internationalen Filmkritik in Cannes, die glänzende Brigitte Mira den Bundesfilmpreis."
(Tip 15/97)


Entleihen für nichtgewerbliche öffentliche Vorführung (75,- / 40,- € erster Tag ...)

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