Filmkatalog - Filme für Kinder und jugendliche - BJF-Clubfilmothek - Filme für nichtgewerbliche öffentliche Vorführungen Bundesverband Jugend und Film e.V.
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Der rote Strumpf

Bundesrepublik Deutschland, 1980
Regie: Wolfgang Tumler
Drehbuch: Elfie Donnelly, nach ihrem gleichnamigen Kinderbuch
Kamera: Petrus Schloemp
Musik: Eberhard Weber, Rainer Brüninghaus
Darsteller: Inge Meysel, Julie Tumler, Ulrike Bliefert, Peter Bauer, Inge Wolffberg
Produktion: Aspekt-Telefilm Produktion/ ZDF
BJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: ab 6 (besonders wertvoll)
Länge: 88 Minuten, Spielfilm Farbe

Die 11jährige Mari lernt im Park eine sonderbare alte Frau kennen. Sie heißt Frau Panacek und trägt einen schwarzen und einen roten Strumpf, denn ihr linkes Bein ist immer kälter als das rechte und sie ist davon überzeugt, daß der rote Strumpf von der Farbe her am besten wärmt. Mari freundet sich schnell mit der etwas verwirrten alten Dame an, die sie ihrer emotionalen Direktheit wegen viel lieber als Großmutter für sich hätte, als ihre vornehm distanzierte wirkliche Oma. Als sie erfährt, daß Frau Panacek in einem Heim für psychisch Kranke lebt und große Angst davor hat, von ihrem Sohn vergiftet zu werden, nimmt Mari die alte Frau einfach mit nach Hause und versteckt sie für die Nacht auf ihrem Hochbett. Umso erstaunter sind Maris Eltern, als am nächsten Morgen der neue Hausgast am Frühstückstisch auftaucht ...

Für Regisseur Wolfgang Tumler (Jahrgang 1947) ist DER ROTE STRUMPF, der mit einem Etat von etwa 1,5 Millionen Mark hergestellt wurde, der erste abendfüllende Spielfilm gewesen. Zuvor hatte er hauptsächlich fürs Fernsehen gearbeitet. Seiner Meinung nach " gibt es etwas Gemeinsames zwischen Kindern und alten Menschen: sie stehen außerhalb des Verwertungsprozesses und sind noch nicht bzw. nicht mehr in den Arbeitsprozeß einbezogen. Aus diesem Grunde werden beide Gruppen oft ein wenig unterbewertet. Unterschätzt wird dabei meines Erachtens, daß beide Gruppen der mittleren Generation, den 30- bis 50jährigen, eine Menge geben könnten und auf den Dialog angewiesen sind."

"Wolfgang Tumler, der seinen ROTEN STRUMPF zwar als Kinderfilm, mehr aber als Familienfilm versteht, hat ein wichtiges Thema - wo werden psychisch gestörte Menschen nicht als Außenseiter angesehen? - ernst und spielerisch zugleich behandelt. Selbst die surrealistischen Momente des Films (überdimensionale Pappfische oder Menschen mit Tierköpfen) sind nicht Konzession an die kleinen Zuschauer, sie fügen sich überzeugend in die Handlung ein." (Anne Frederiksen, Filmbeobachter 8/ 81)

 

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