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Filme für Kinder und Jugendliche
BJF-Clubfilmothek

Anna annA

Schweiz, Deutschland, Luxemburg, 1992
Regie: Greti Kläy, Jürgen Brauer
Drehbuch: Greti Kläy, Jürgen Brauer, Lukas Hartmann
Kamera: Jürgen Brauer
Musik: Niki Reiser, Oliver Truan, David Klein
Darsteller*innen: Lea und Wanda Hürlimann, Ilona Schulze, Steve Karier
Produktion: Fama Film, Bern, Rhewes Film, Köln, Samsa Film, Luxemburg, DEFA Babelsberg
BJF-Empfehlung: ab 6 Jahren, FSK: ab 0 freigegeben
Länge: 75 Minuten
Spielfilm, Farbe


Anna will in der Schule heimlich ihr Lesebuch kopieren, damit es der Puppenfamilie Gygax als Dach für ihr Haus dienen kann. Wie sie feststellt, ist 'Copy', der neue Superkopierer, nicht nur blitzschnell. Er bügelt sogar die Macken des Originals aus. Als sich der Hausmeister nähert, kriecht Anna unter seinen Deckel und schon ist es passiert. Sie hat sich selbst kopiert. Zur Unterscheidung nennt sie ihr Double in der Spiegelsprache annA und versteckt diese auf dem Dachboden.
Das Leben mit einer Doppelgängerin hat seine Vorteile. Abwechselnd kann eine Anna zur Schule gehen während die andere den Zoo besucht. Keiner merkt es. Nur Annas Mutter wundert sich über ihren gewachsenen Appetit und in der Schule ist sie auf einmal das brave Mathematikgenie, das am nächsten Tag wieder alles vergessen hat. Irgendwann hat Anna das Versteckspiel und das geteilte Leben mit ihrer Doppelgängerin satt. Ihre Mutter nimmt es, wie es ist: "Du bist jetzt da und damit basta!", sagt sie zu dem unverhofften Zwilling.

Auszeichnungen: Anna annA wurde 1993 beim 28. Internationalen Jugendfilmtest ausgezeichnet.

Pressezitate:
Der Film von der vervielfältigten Anna "variiert mit viel Humor unter Einsatz moderner Technik in überzeugender Weise das bekannte Doppelgängermotiv."
(Fischer Film Almanach 1994)

"Der ebenso spannende wie witzige Kinderfilm wurde mit viel Fantasie inszeniert. Dazu tragen vor allem die lustigen Puppentrick-Passagen mit der Familie Gygax bei. Während sie sich zu Beginn häufig mit Real-Szenen abwechseln, werden sie nach dem effektvoll dargebotenen Kopierspektakel zunehmend von dem aufregenden Verwirrspiel um die beiden Annas verdrängt. Das Ungleichgewicht lässt sich aber dramaturgisch rechtfertigen. Zunächst wird Anna als zurückhaltendes Einzelkind vorgestellt, das den neuen Freund ihrer allein stehenden Mutter nicht leiden kann und sich in die Traumwelt der Puppen flüchtet. Je mehr sie sich mit ihrer Doppelgängerin auseinander setzen muss, umso mehr verliert das Fantasiereich um die Gygax-Figuren an Bedeutung."
(Reinhard Kleber, KJK 55/ 93)

"Ein schöner Unterhaltungsfilm im besten Sinne des Wortes! Empfohlen ab 6 Jahren.”
(Jury-Begründung zum 28. Internationalen Jugendfilmtest 1993)

"Speziell diese Mischung zweier Filmformen lässt bei ANNA ANNA an die große osteuropäische Kinderfilmtradition denken. Das Nebeneinander von Trick- und Realfilm, das selbstverständliche Miteinander von verzaubernder Fantasie und alltäglicher Realität kennt man gerade aus diesen Produktionen.”
(FWU Magazin 6/1994)

"Viele treffsichere Gags in einer solide inszenierten Geschichte."
(TV Spielfilm)

 

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend