Filmkatalog - Filme für Kinder und jugendliche - BJF-Clubfilmothek - Filme für nichtgewerbliche öffentliche Vorführungen Bundesverband Jugend und Film e.V.
BJF
Bundesverband Jugend und Film
Filmverleih
DVD-Verkauf
Know-How
Junge Filmszene
Werkstatt
BJF-Clubfilmothek - Filmkatalog

 

Krücke

Deutschland, 1992
Regie: Jörg Grünler
Drehbuch: Jörg Grünler, nach dem Roman von Peter Härtling
Kamera: Gernot Roll
Musik: Mick Baumeister
Darsteller: Heinz Hoenig, Götz Behrendt, Martina Gedeck
Produktion: Eikon-Film, ZDF, DEFA
BJF-Empfehlung: ab 12 Jahren, FSK: ab 12
Länge: 98 Minuten, Spielfilm Farbe

Frühjahr 1945: Auf der Flucht aus Schlesien verliert der 13-jährige Thomas seine Mutter aus den Augen und steht allein in den Wirren des Kriegsendes. Er schlägt sich nach Wien durch, wo er den einbeinigen Schieber "Krücke" trifft. Anfangs ist Thomas dem listigen Überlebenskünstler lästig, doch nach und nach werden die beiden unzertrennliche Freunde. Das Wichtigste ist nun, für Essen zu sorgen, entweder auf dem Schwarzmarkt - Krücke ist ein gewiefter Schwarzmarkthändler - oder bei Bronka, Krückes Geliebter, die in einer Alliierten-Kneipe als Bedienung arbeitet. Der Wirt sieht zunächst gar nicht gerne, dass "a Krüppl und a Kind" in seinem Lokal auftauchen. Als "Mr. Krücke" mit seinem Saxophon für Stimmung und Atmosphäre sorgt und Thomas sich als charmanter Kellner nützlich macht, sieht Herr Ferdi den Vorteil für sein Lokal. Doch dann wird das Lokal dem sowjetisch besetzten Sektor von Wien zugeschlagen und muss schließen. Die Zeit der Hamsterfahrten aufs Land beginnt. Eines Tages erhalten Krücke und Thomas den Bescheid, dass sie nach Deutschland zurückkehren können. Die Flüchtlinge werden, in Güterwaggons zusammengepfercht, auf eine endlose Irrfahrt nach Deutschland geschickt. Als Thomas und Krücke Passau erreichen, steht Thomas' Mutter auf dem Bahnsteig.

KRÜCKE gelingt es meisterhaft, die Stimmung der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegswochen einzufangen. Heinz Hoenig in der Titelrolle verkörpert den unbändigen Überlebenswillen der Menschen, bringt ihre Wut, Verzweiflung und auch Hoffnung zum Ausdruck.

Pressezitate:
"Da macht sich Stimmung breit, angesiedelt irgendwo zwischen Wolfgang Borchert und Erich Kästner. So ganz warm zum Heulen.”
(Stuttgarter Zeitung)

 

Diese Filme sind leider nicht mehr bei uns im Verleih/Vertrieb.

Für die meisten Filme können wir nur zeitlich begrenzte Verleih-Lizenzen erwerben. Wichtige Filme versuchen wir aber wieder ins Programm auf zu nehmen.