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Filme für Kinder und Jugendliche
BJF-Clubfilmothek

Oi! Warning – Leben auf eigene Gefahr

Deutschland, 1999
Regie: Dominik und Benjamin Reding
Drehbuch: Dominik und Benjamin Reding
Kamera: Axel Henschel
Musik: Tom Ammermann
Darsteller*innen: Sascha Backhaus, Simon Goerts, Jens Veith, Sandra Backhaus, Britta Dirks u.a.
Produktion: Schlammtaucher Filmproduktion, WDR, SWR
BJF-Empfehlung: ab 14 Jahren, FSK: ab 12 freigegeben
Länge: 90 Minuten
Spielfilm, s/w


Die idyllische Landschaft des Bodensees. Ein Haus im Grünen, mit Seeblick und Garten und Mama. Hier lebt der 17jährige Janosch. Bald soll er Abitur machen. Den schönen Bodensee findet Janosch zum Kotzen.

Da kommt es recht, dass er von der Schule fliegt. Jetzt kann er abhauen. Aber wohin? Vielleicht zu seinem alten Kumpel Koma. Der wohnt in Dortmund, arbeitet als Kistenpacker in einer Brauerei. Hat sogar eine eigene Wohnung, eine hübsche Freundin und ... bald Nachwuchs. Ein Skinhead ist er, kein rechter und kein linker, einfach 100% pure Skin, der Spaß hat an Ska-Musik, Oi-Konzerten und Bier. Groß ist er, kräftig, und Kick-Boxen kann er auch. Von dem ist Janosch begeistert, also fährt er hin.

Koma freut sich. Endlich kommt da einer, der ihn bewundert - und Koma will bewundert werden. Für Janosch heißt es: Raus aus den alten Klamotten und rein in die Skinhead-Kluft. Seine Locken landen im Ausguss. Jetzt ist Janosch ein Skin, bewundert und gefürchtet.

Doch bald lernt Janosch Zottel kennen, einen Außenseiter, der in einem Bauwagen seine eigenen Vorstellungen von Freiheit lebt. Verdreckt, bekifft, versifft campiert Zottel auf dem alten stillgelegten Schwimmbad-Gelände mit der Feuerschlucker-Truppe, mit der er über’s Land zieht. Janosch’ neues Weltbild gerät schon wieder ins Wanken: Er verliebt sich in den erdigen "Wilden", der voller Lebensfreude steckt. Ein Eifersuchtsdrama kommt in Gang, mit grausamen Konsequenzen für alle drei Beteiligten ...

Pressezitate:
"Es gibt nicht viele deutsche Filme, die eine Geschichte mit solcher Wucht und gleichzeitig solcher Genauigkeit erzählen können."
(Stuttgarter Zeitung)

"Starke Bilder, gutes Timing, stimmige Charaktere und ein kraftvoller Soundtrack."
(EPD-Film)

 

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend